Kein König!
by Niklas Sommi
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Antitumorgenen

Onkologie und Krebsforschung


FORTSCHRITTE IN DER KREBSBEHANDLUNG

DIE DREI KLASSISCHEN SÄULEN IN DER KREBSBEHANDLUNG:

Folge von Lungenkrebs
Generell stehen in der Krebsbehandlung noch immer die drei Behandlungsmöglichkeiten: Operation, Chemotherapie oder Bestrahlung zur Verfügung, die aber in den letzten Jahren für den Patienten deutlich schonender durchgeführt werden können. Die Behandlungsmethode kann heute sehr viel besser auf den speziellen Einzelfall ausgerichtet werden. Es wird erwartet dass in 10 Jahren jeder Patient eine maßgeschneiderte Therapie erhalten kann. Im Falle einer Chemotherapie wird der Wirkstoff auf Basis der Tumorbiologie ausgewertet und ist daher zu einer gezielteren Waffe gegen den Krebs geworden. Neue Krebsmedikamente mit Antikörpern stehen für neue, vielversprechende Immuntherapien vor der Zulassung.

Oftmals kann man mit einer Kombination von Strahlentherapie und Chemotherapie den Tumor verkleinern, sodass eine Operation nicht mehr nötig ist. Muss eine Operation vorgenommen werden, kann mit computerunterstützter Schlüssellochtechnik ohne große Schnitte das Tumorgewebe entfernt werden. Strahlentherapien werden zielgenau auf den Tumor verabreicht und schonen das Nachbargewebe.

BESSERE ERFOLGE BEI EINIGEN KREBSARTEN:

Einsatz von Antitumorgenen:
Einsatz von Antitumorgenen
Zwei Pharmafirmen in Amerika und eine in Europa stehen unmittelbar vor der Zulassung für die neue Chimäre Antigenrezeptor-T-Zell-Therapie. Dabei werden dem Patienten T-Zellen entnommen und genetisch verändert. Die Antitumorgene werden dem Erkrankten anschließend injiziert. Einige, an Leukämie erkrankten Patienten, erreichten dabei in den Studien vollkommene Heilung. Problematisch dabei sind die extrem hohen Kosten, da jeder Tumorpatient mit seinen körpereigenen T-Zellen behandelt werden muss. Eine französische Firma experimentiert aber bereits mit Spenderzellen einen allogenen Ansatz (Eine Zelle für alle), was die Kosten wesentlich verringern wird.

Cannabis zur Schmerzlinderung zugelassen:
Seit Anfang 2017 wird Cannabis zur Schmerzlinderung bei Patienten, deren Krebs mit Schmerzen verbunden ist, eingesetzt und wirkt sogar besser als herkömmliche Schmerzmittel.

VERBESSERTE HEILUNGSCHANCEN BEI MANCHEN KREBSARTEN:

Brustkrebs kann bereits in 80% der Fälle geheilt werden. Je nachdem ob der Tumor hormonempfindlich, aggressiv oder mit Lymphknotenbeteiligung vorliegt, kann der Patientin mit neuen Wirkstoffen gezielt geholfen werden(Ribiciclib, Antikörpertherapie, Lymphoseek). Muss operiert steht die neue Methode der intraoperativen Strahlenbehandlung zur Verfügung (während der Operation wird die Wunde bestrahlt), was zu geringerer Rückfallqouote beiträgt.

Darmkrebs:
Die Heilungsrate ist im Frühstadium sehr hoch, daher wird weiter auf Früherkennung gesetzt. Ein neuer immunologischer Stuhltest, der mittels einem Antikörper, Blut im Stuhl nachweist, wird nun auch von den Krankenkassen übernommen.

Lungenkrebs:
Beim nicht-kleinzelligen Lungenkarzinom, welcher fast alle Bronchialtumoren betrifft, zeigt eine neue Immuntherapie mit den Wirkstoffen Nivolumab und Pembrolizumab Erfolge. Damit kann zumindest eine Lebensverlängerung bis zu 3 Jahren erreicht werden.

Prostatakrebs:
Ein neuer Wirkstoff (Padeliporfin) wird in Kürze zugelassen. Dieser soll in die Blutgefäße des Tumors injiziert und mit Hilfe von Laserstrahlen aktiv werden. Operativ wird, wenn nur ein kleiner Tumor vorliegt, nur mehr ein Teil der Prostata entfernt(Vermeidung von Impotenz und Inkontinenz)

Hautkrebs:
Weißer Hautkrebs kann mit der Salbe Imiquimod äußerlich behandelt werden. Für den gefürchteten schwarzen Hautkrebs, gibt es bereits immuntherapeutisch wirksame Medikamente.

Zu bemerken ist, dass die neuen Therapien noch nicht für alle Tumorpatienten geeignet sind und zur Zeit nur in speziellen Krebszentren in Krankenhäusern angewandt werden können.